Weingut Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Trier

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Steillagen-Weinbau seit 450 Jahren

Das ehemalige Stiftungsweingut Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Trier wird seit 1561 mit höchsten Qualitätsansprüchen geführt.
Auf 25 Hektar in Schieferlagen entlang der Mosel und Saar reifen die Riesling Trauben zu international anerkannten Spitzenqualitäten heran.

Seit 2004 gehört das Weingut zum Besitz der Bischöflichen Weingüter Trier und wird als Teilbetrieb mit dem ursprünglichen Lagenbesitz geführt.

 

Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Trier ist aus dem am 3. Februar 1561 eröffneten Trierer Jesuitenkolleg hervorgegangen. Der Weinbergsbesitz stammt vor allem aus Schenkungen von Erzbischof Johann v. d. Leyen und Erzbischof Jacob zu Eltz (1561–1581).

Als der Jesuitenorden 1773 von Papst Clemens XIV. aufgelöst wurde, bedeutete dies nach 210 Jahren auch das Ende des Jesuitenkollegs. Es wurde von Kurfürst Clemens Wenzeslaus (1768–1794) als "Kurfürstliches Gymnasium" weitergeführt.

Unter französischer Administration wurde das "Kurfürstliche Gymnasium" zunächst als "Ecole centrale" bzw. als "Ecole secondaire" und ab 1811 als "Collège" fortgesetzt.

Der in Trier geborene Philosoph Karl Marx erhielt 1835 sein Abiturzeugnis in der Promotionsaula der Schule, heute die Aula des Bischöflichen Priesterseminars.

Durch ein kaiserliches Dekret Napoleons (1805) wurden der Schule die aus dem ehemaligen Jesuitenvermögen stammenden Gebäude und Weinberge zurückgegeben. Die Besitzungen blieben der Anstalt auch in preußischer Zeit erhalten. Das französische "Collège" wurde als "königlich-preußisches Gymnasium" fortgeführt und schließlich 1896 in "Friedrich-Wilhelm-Gymnasium" umbenannt.

Heute stammen die Weine aus den  klassischen und international renommierten Steillagen an der Mittelmosel in Graach, Trittenheim und Bernkastel (rund 11 Hektar). Die steilen Schieferhänge sind ausschließlich mit Riesling bestockt.
An der Saar, unweit von Trier, werden auf dem Falkensteiner Hof rund 13 Hektar Rebflächen bewirtschaftet.